
Was wirst du tun?
Du befindest dich auf einer Party mit Freunden, hast bereits einige Biere getrunken. Viele sind bereits gegangen, jetzt ist nur noch der „harte Kern“ anwesend. Irgendwann willst auch du nach Hause in dein Bett, findest aber niemanden, der nüchtern genug ist, um dich mitzunehmen. Draußen vor der Tür steht dein E-Roller und so weit ist es doch wirklich nicht…Was wirst du tun?
Diese Situation gibt es und kann schwerwiegende Konsequenzen für dich und andere haben, wenn du die falsche Entscheidung triffst. Weil wir als Schule nicht die Augen vor der Realität verschließen, hat die ARS am 18.9.25 unter der Leitung von Frau Dobson den Alkoholpräventionstag ausgerichtet, an dem die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 teilnehmen durften.
In Raum 2.16 nähern sich die Schülerinnen und Schüler dem Thema mittels der biologischen Sicht unserer Fachlehrerin Frau Vinnemann. Hier rechnen die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 ihre individuellen Promillewerte aus und erforschen, weshalb das Gehirn Dopamin beim Genuss von Alkohol ausschenkt. Das Ergebnis geht auf die Evolution des Gehirns zurück: Der Zucker in vergorenen Früchten führte zu unserem Konsumverhalten.
Herr Visby, der kommissarische Präventionsbeauftragte der ARS, verspricht sich von dem Tag eine Sensibilisierung für den Umgang mit Alkohol, die Möglichkeit, Risiken des Konsums einschätzen zu können, ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben, sondern das Interesse der Schülerinnen und Schüler durch vielfältige Angebote zu wecken. Gemeinsam mit Frau Dobson hat Herr Visby zahlreiche externe Unterstützer, wie etwa die Verkehrswacht Hessen, die beispielsweise den Überschlagssimulator zur Verfügung stellt, sowie Kolleginnen und Kollegen der ARS für diesen Tag begeistert.
Dementsprechend konzentriert und motiviert machen die Schülerinnen und Schüler in den Gruppenarbeiten mit, natürlich nicht, ohne auch Spaß beim Lernen zu entwickeln. Beispielsweise, wenn man sich anschaut, wie die Mitschülerin oder der Mitschüler im Überschlagsimulator auf den Kopf gedreht wird oder mit der Rauschbrille sichtbare Probleme hat, den Schlüssel in die Tür zu stecken.
Bei den Wahrnehmungsexperimenten wird auf spielerische Weise deutlich, welche Auswirkungen der Konsum von Alkohol haben kann. Der abendliche Versuch, die Haustür im Rausch zu öffnen, erfolgt durch Rauschbrillen, die einen unterschiedlichen Promillegehalt simulieren, unter erschwerten Bedingungen. Auch das Versenden eines Hilferufs mit dem Handy sorgt für Erstaunen.
Herr Henning, Ehrenamtskoordinator des DRK, spricht mit den Schülerinnen und Schülern vertrauensvoll über Erfahrungen im Umgang mit Drogen und die damit verbundenen Risiken. Hier haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich in einem Schutzraum zu öffnen und über sie drängende Probleme zu sprechen.
Frau Jokiel-Gondek, Polizeihauptkommissarin der Polizeistation in Usingen, schildert eindringlich ihre Eindrücke aus ihrem 37-jährigen Berufsleben und zeigt auf, welche Gefahren im Straßenverkehr für alkoholisierte Personen lauern. Die Schutzfrau vor Ort, die unsere Schule immer wieder besucht und berät, hat die Hoffnung, durch ihre Teilnahme und Aufklärung einen Teil dazu beizutragen, dass unsere Schülerinnen und Schüler sicher durch den Straßenverkehr kommen und nicht stark alkoholisiert auf die Idee kommen, ein Fahrzeug lenken zu können. Dazu trägt neben den Schilderungen der Parcour bei, der mittels Rauschbrille die Schwierigkeit der Selbstkontrolle im alkoholisierten Zustand simuliert wird.
Insgesamt ist es allen Expertinnen und Experten ein Anliegen, dass euch das Angebot auf die Gefahren des Alkohol- und Drogenkonsums im Straßenverkehr aufmerksam gemacht hat und ihr euch sicher im Straßenverkehr bewegt und niemand zu Schaden kommt.
Das wünschen wir uns auch und hoffen, dass dieser Tag durch dieses umfangreiche Angebot für die Verantwortung sensibilisiert hat, die der Konsum von Drogen wie Alkohol mit sich bringt. Wir danken allen Beteiligten!




